Wie ich so einige Zeit das Leben durchstreifte
fiel mir einiges auf. Einiges was diesmal mal die Menschen betrifft.
Aufgefallen ist vielleicht das falsche Wort..,
es ist mir bewusst geworden.

Es geht nicht um die Menschen in dieser Welt,
denen es gut geht und die leben ohne viel über andere nachzudenken.
Für mich heißen diese Menschen Egoisten.
Aber für sie selbst wird es einfach normal sein und okay sein,
denn ihnen selbst geht es gut.
Leider sind dass oft die Menschen,
denen es selbst nie schlecht ging, wie also sollten sie das nachempfinden?!
Doch so ganz stimm ich auch dem nicht zu,
denn jeder Mensch hat ein gewissen grad an Gefühl in seinem Herzen,
denen man seiner Mitmenschen auch rüber bringen kann.
Doch musste ich feststellen, dass es vielen zu anstrengend ist, sie keine Lust haben
sich mit Problemen anderer Menschen zu belasten - selbst wenn es deren Freunde waren.
Da hört wohl die Freundschaft auf, weil ein jemand nicht da war, wo man ihn am meisten gebraucht hätte.

Ich selbst habe einige Freunde mit Essstörungen, Freunde die ritzen oder geritzt haben und kenne auch welche die einen SMV hinter sich haben....
Zu dem letzten.... - es liegt weit zurück. Ich ging ellenlang mit einer Freundin in einer Klasse.
Nachdem sie sich mehrere Male versucht hat, das Leben zu nehmen stand sie quasi allein da. Eigentlich wollte keiner mehr etwas mit ihr zutun haben...
Ich verstand dass nicht. Auch redeten wir beide viel. Ich meine, viel tun konnte ich auch nicht, außer versuchen ihr weiterhin eine Freundin zu sein - für sie da zu sein....
Ich seh es als selbstverständlich Freunden zu helfen - auch wenn ich nicht so intensiv mit ihr befreundet war, wie vielleicht die beste Freundin (die sich zu dem Zeitpunkt aber auch eher von ihr abwante) .... - ich versuchte ihr immer wieder dieses Gefühl einer Freundschaft zu geben. Denn ich glaube es gibt nicht schlimmeres, als allein zu sein auf dieser Welt!
Hm... nun nachdem sie einige Zeit in der Psychaitrie war, ihr Leben und alles dass wieder in Griff hatte kamen auch die Menschen auf sie zurück.
Jetzt - wo das schlimme vorbei war..., die Zeit wo sie einige Leute wirklich gebraucht hätte...
Dass fiel mir gerade ein...
Jetzt ... heute ... da gehts ihr sehr gut....

Dann ist da eine Freundin...,
sehr extrem Magersüchtig.... Nachdem ich nach einigen Monaten über Briefe mit ihr ins Gespräch kam... redeten wir sehr offen über die Menschen, auch über ihre Sucht.
Die Menschen waren es, die sie in diese Sucht trieben....
Ich kann sie da sehr gut verstehen.... Manche Worte und Taten von Menschen die einem weh tun können durchaus krank machen.
Zur Zeit scheint sie machtlos gegen die Krankheit. Die Klinik hält sie nicht aus.
Wenn sie nicht bald daraus kommt, wird sie daran sterben.
Und z.Z. kann sie da nicht raus, weil sie an einige Leute (zB. Eltern) noch mehr oder weniger gebunden ist, bzw. sie sich verantwortlich fühlt.
Das Gefühl der Machtlosigkeit macht mich sehr traurig....
Meist fühle ich mich viel zu verantwortlich für die anderen....

Ein anderes Bspl. scheint da mein Ex zu sein.
Mein erster und wohl letzter Freund denn ich mag einfach zur Zeit keinen mehr,
auch wenn alles dass ziemlich lang zurück liegt.
Was da sonst noch in unserer Beziehung war, mag ich nicht zu sagen,
doch war, bevor ich Schluss machte die Rede davon, dass er sich umbringen würde,
weil er viel zu sehr an mir hängen würd.
Dass war so schwer für mich, da mal auf mich zu schauen.
Ich wusste, ich tat ihn da sehr weh. Blieb darum auch noch ein wenig mit ihm zusammen,
weil ich Angst um ihn hatte. In der Zeit in der ich ihm was vorspielen musste, machten sich aber immer öfter meine Tränen bemerkbar. Ich merkte ich konnte nicht mehr. Überschritt einige meiner Grenzen...
Nachdem ich den Schlussstrich zog, sollte es dennoch nicht vorbei sein.
Irgendwie kamen bei mir Muttergefühle hoch und ich wusste, nur ich konnte ihn vor schlimmeren bewaren. Doch auch nur, wenn ich wohl wieder mit ihm zusammen käme. Dies machte er durch seine Gespräche - die wir noch führten (telef. oder beim treffen) immer sichtbarer. So musste ich mich wohl oder übel von ihm entfernen...
Er sank wahnsinnig runter, machte nur noch scheiße und nahm scheiße ... und änderte alles um 180 Grad. Er war ein ganz anderer Mensch geworden.
Ich hatte ihn allein gelassen.
Aber wie bloß kann ein Mensch auf den anderen so eine große Wirkung haben???
Ich kämpfte Wochen und Monate lang mit meinem Gewissen.
Ich glaub bis heute tue ich es innerlich immernoch. Vielleicht hab ich auch 'nur' Angst...
Ich weiß nicht...

Eigentlich habe ich mir mal gesagt, ich wollte nie einen Menschen
so verletzten, wie ich es immerzu wurde.
Doch kommt man da manchmal nicht drum rum.
Ebenso schwer ist es, Freunde mit einer Essstörung zu sehen,
die kaum einen Schritt in Richtung Besserung gehen.
Schwer, weil man einfach soviel von sich selbst kennt.
Ja auch ich hatte knapp 2 Jahre eine Essstörung....
Aber dass ist eine andere Geschichte.
Dass ist meine Geschichte....
Sie ist alt ....
Mag sie auch gar nicht mehr so aufrollen, denn es ist vorbei.
Doch Schuld waren bei mir Menschen - die nichts besseres zutun hatten,
als immerzu auf einen rumzuschimpfen ...
Damals noch klein, dick, hässlich und doof.
Manchmal muss man eben weit über seine Grenze hinaus gehen, um gesehen zu werden.
Auch wenn die wenigen Leute, die davon wussten.... nicht glaubten,
dass ich es allein schaffe dort wieder raus zu kommen.
Wusste ich genau, dass ich es kann. Ich kenne meinen Willen..,
so schaffte ich es auch.
Tja, ein nur kurzer Einblick ... in die Zeit meines Lebens, in denen ich mich körperlich und seelisch am meisten verändert habe.

Viele vergraben ihre Narben unter längen Ärmeln, verbergen ihre Essstörung oder andere Dinge, aus Scharm und aus Angst vor Missverständniss...,
dabei ist meist der größte Wunsch... bloß verstanden zu werden.
Und die größte Angst: allein zu sein.

Leider kann ich diese Angst recht gut nachempfinden.
So wenige Menschen kenne ich, die auch nur ansatzweise mich versuchen wollen zu verstehen. Lieber bleib ich oberflächlich, da muss ich mich wenigstens nicht erklären.
Dass ist schade.... - schade zu sehen,
wie viele oder wie wenige mit dem Herzen fühlen...
Einmal nur einem Menschen in die Augen schauen, da kann man oft soviel lesen...
Warum wollen manche nicht begreifen...
Warum verschließen so viele die Augen???
Ich verstehe es nicht...
....doch ich weiß, dass das der Grund ist, warum ich aufgehört habe
das Verständniss und die Liebe bei den Menschen zu suchen...
Die Tiere und die Natur lieben einen - bedingungslos.
Egal wie man aussieht, wie man ist, ganz gleich... - sie lieben von Herzen.
Eine ganze liebe Person schrieb mir heute einen ganz wundervollen Spruch:
Solange Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen können,
solange fühlen Tiere, daß Menschen nicht denken können."
(indianische Weisheit)



Ein Gedicht von mir:

" Herz

Warum ist ein Mensch so
verletztbar....???

Warum sind Gefühle so
spürbar...?

Warum entscheidet das Leben oft so
schwer....?

Warum mache ich mir immer so
viele Gedanken....???

Ergibt das einen Sinn???
Bringt mir dass etwas???
Was wenn ich aufhöre zu denken???
Warum möchte ich Menschen verstehen können??
Verstehen, ohne dass sie ein Wort sagen?

Warum so viele Fragen?
Wo ist mein Herz?
Ich möchte es spüren, ich möchte es fühlen,
ich möchte ihm vertrauen.

Herz: Ich möchte leben !!!!!!


Seelenvogel 05

Was du suchst
ist nicht auf den Gipfeln der Berge,
nicht in den Tiefen der Meere,
nicht in den Strassen der Städte:

Es ist in deinem Herzen.



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