Indianer Weisheiten:





Also eines muss ich den Indianern lassen.
Die Sprüche von ihnen weisen darauf hin,
dass sie stets einen Blick für ihr drum herum hatten.
Nicht nur für einzelne Menschen, sondern auch für die Natur,
für die Flüsse und Seen, für die Tiere, für den Himmel, die Erde,
für die Pflanzen und Bäume - für einfach all die Dinge, die man
mit Liebe bertachtet, weil sie zum Leben gehören.
Ich merke wiesehr sich das Bild verzogen hat.
Menschen leben, wie sie wollen. Oft achtlos und egoistisch.
Man muss dazu gehören und sich anpassen, wenn man nicht allein da stehen will (ich seh es bei meiner kl. Schwester in er Schule. Es wird immer schlimmer!")
Wie ich eben so in jenen Wald spazieren ging, hörte ich die Vögel zwitschern, hörte ich einen Bussart in der Ferne rufen, hörte ich die Bäume rauschen und den Boden unter meinen Füßen knacken,
hörte einen Fasan der erschrocken aufflog, als ich neben ihn herging.
Ebenso erschrocken war auch ich - doch ist gerade das wohl das leben.
Einfach es so sehen und so leben, wie es ist.
Ich habe hier einmal einige Sprüche hinein geschrieben,
die ich selbst nur zu gut vertreten kann - Sprüche, von Indianern.

...

Wenn zwei Falken auf einem Baum sitzen
und ein Schwarm Wildenten fliegt vorbei,
dann sagt auch nicht ein Falke zum andern:
"Schau, da fliegt die Mehrheit, das muss der
richtige Weg sein, schliessen wir uns an!"
Sie werden weiterhin als Falken
dem Weg der Falken folgen.


Im Leben eines Indianers gibt es
keine schlechten Tage.
Auch wenn die Zeiten noch so schwierig sind -
jeder Tag ist gut.
Weil Du am Leben bist, ist jeder Tag gut.
HENRY OLD COYOTE


Menschen, die bloß arbeiten,
finden keine Zeit zum Träumen.
Nur wer träumt gelangt zur Weisheit.
SMOHALLA (Nez Perce)


Unter einem abgestorbenen Baum
draußen in den Wäldern
wo der Blitz einschlug
fand ich ein Holzstück
schwarzverkohlt
und aus dem toten
schwarzen Holz
sprossen drei Grashalme
leuchtendgrün.
Robert J. Conley


Als die Erde mit all ihren Lebewesen erschaffen wurde,
war es nicht die Absicht des Schöpfers,
daß nur Menschen auf ihr leben sollten.
Wir wurden zusammen mit unseren Brüdern und Schwestern
in diese Welt gesetzt, mit denen, die vier Beine haben,
die fliegen, und mit denen, die schwimmen.
All diese Lebewesen, auch die kleinsten Gräser und die
größten Bäume, bilden mit uns eine große Familie.
Wir alle sind Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.





Erst wenn der letzte Baum gerodet,

der letzte Fluss vergiftet,

der letzte Fisch gefangen ist,

werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann!

Cree-Indianer





Weisst Du, dass Bäume reden? Ja, sie reden. Sie sprechen miteinander, und sie sprechen zu dir, wenn du zuhörst. Aber die weißen Menschen hören nicht zu. Sie haben es nie der Mühe wert gefunden, uns Indianer anzuhören, und ich fürchte, sie werden auch auf die anderen Stimmen in der Natur nicht hören. Ich selbst habe viel von den Bäumen erfahren: manchmal etwas über das Wetter, manchmal über Tiere, manchmal über den Großen Geist.

*Tatanga Mani*



Ich sage immer, was ich in meinem Herzen für wahr halte. Darum geht es. Wenn alle das verstehen könnten, würden sie wissen, wie ich mich fühle. Wenn andere Menschen sich ihre Kultur bewahren und weiter danach leben würden, wüssten sie um diese Dinge.
Manchmal sagen die Leute, ich würde wieder Indianer spielen. Oh, das ist traurig. Ich glaube nicht, dass ich Indianer spielen oder mich wie eine Indianerin aufführen muss. Ich bin eine. Ich bin so. Ich bin, wer ich bin. Und ich bin stolz.

* Mary Leitka...Hoh *




Wir Indianer leben in einer Welt der Symbole, Zeichen, Sinnbilder, in der das Spirituelle und das Gewöhnliche äußerlich das Gleiche sind. Für uns sind Sinnbilder Teil der Natur, Teil auch von uns selbst. Wir bemühen uns zu verstehen, nicht mit dem Verstand, sondern mit dem Herzen.

* LAME DEER *





Das Land mit seinen Bäumen war den Weißen gleichgültig. Wir fällen keine Bäume, sondern nutzen nur totes Holz. Aber die Weißen sprengen die Bäume sogar aus der Erde und zerhacken sie. Überall, wo der weiße Mann die Erde berührt hat, hat sie Wunden.


* WINTU *



Das Wissen um die spirituelle Beziehung zum gesamten Universum ist ohne Bedeutung, denn Bewußtsein von irgend etwas ist nicht die Wirklichkeit jener Sache. Daß man von der Existenz der Liebe weiß, bedeutet nicht zu lieben.

* SOTSISOWAH (Seneca) *




WIR ALLE MÜSSEN LERNEN, uns als Teil dieser Erde zu sehen, nicht als einen Feind, der von außen kommt und ihr seinen Willen aufzuzwingen sucht. Wir, die wir das Geheimnis der Pfeife kennen, wissen auch, daß wir als lebendiger Teil dieser Erde ihr nicht Gewalt antun können, ohne uns selber zu verletzen.





LASST UNS ALLE HIER NIEDERSITZEN in der freien Prärie, wo wir keine Straße und keinen Zaun sehen. Setzen wir uns nicht auf eine Decke, unsere Körper sollen den Boden spüren, die Erde, den Widerstand der Stau- den, die sich unserer Berührung anpassen. Das Gras soll unsere Matratze sein, damit wir seine Schärfe spüren und seine Weichheit. Laßt uns wie Steine sein, wie Pflanzen und Bäume. Laßt uns Tiere sein, laßt uns denken und fühlen wie sie. Horch auf die Luft! Du kannst sie hören, sie spüren, sie riechen und schmecken. Woniya wakan, die heilige Luft, die alles mit ihrem Atem er- neuert. Woniya, woniya wakan: Geist, Leben, Atem, Neuwerdung — das Wort bedeutet all dies. Woniya — wir sitzen nebeneinander, wir berühren uns nicht, aber etwas ist da; wir fühlen, daß etwas in unserer Mitte gegen- wärtig ist. Das ist ein guter Anfang, um über die Natur nachzudenken und über sie zu reden. Aber reden wir nicht nur über sie — reden wir mit ihr, sprechen wir mit den Flüssen, den Seen und den Winden wie mit unseren Verwandten.





ALLES, WAS IHR ESST, wird in eine Plastikhülle gepackt, ist sauber zerteilt und vorbereitet für die Pfanne, hat keinen Geschmack und erweckt in euch keine Schuldgefühle. Wenn ihr eure Nerz- oder Robbenmäntel tragt, wollt ihr nicht daran erinnert werden, wieviel Blut und Schmerz sie gekostet haben. Wenn wir einen Büffel töteten, dann wußten wir, was wir taten. Wir baten seinen Geist um Vergebung und sagten ihm, warum wir es tun mußten. Wir ehrten mit einem Gebet die Gebeine derer, die uns ihr Fleisch als Nahrung gaben, wir beteten, daß sie wiederkommen sollten, wir beteten für das Leben unserer Brüder, des Büffelvolkes, genauso wie für unser eigenes Volk. Für uns ist alles Leben heilig. Der Staat Dakota hat eigene Beamte für die Schädlingsbekämpfung. Sie setzen sich in ein Flugzeug und erschießen die Kojoten von der Luft aus. Sie führen Buch darüber, jeder tote Kojote wird in ihr Notizheft eingetragen. Die Vieh- und Schafzüchter bezahlen sie dafür. Kojoten ernähren sich von Nagetieren, von Feldmäusen und an- derem kleinem Getier. Gelegentlich fressen sie ein Schaf, das sich verlau- fen hat. Sie sind die natürlichen Abfallverwerter, sie säubern das Land von allem, was faulig ist und stinkt. Wer sich die Mühe macht und sie zähmt, für den sind sie gute Spielgefährten. Doch wenn sie am Leben blei- ben, haben einige Leute Angst, ein paar Cent zu verlieren und deshalb tötet man sie vom Flugzeug aus. Die Kojoten waren in diesem Land, bevor die Schafe hierherkamen, aber sie sind euch im Weg: Ihr könnt aus ihnen keinen Profit schlagen. Mehr und mehr Tiere sterben aus. Die Tiere, die der Große Geist in dieses Land gesetzt hat, müssen fort. Nur die Haustiere, nur die vom Menschen gezüchteten Tiere dürfen leben — zumindest so lange, bis man sie in den Schlachthof treibt. Dieser entsetz- liche Hochmut des weißen Menschen, der sich anmaßt, mehr als Gott zu sein, mehr als die Natur! Der Weiße sagt: „Ich lasse dieses Tier leben, denn es bringt mir Geld"; und er sagt: „Jenes Tier muß sterben, ich kann an ihm nichts verdienen, den Platz, den es braucht, kann ich besser ver- wenden. Nur ein toter Kojote ist ein guter Kojote." Die Weißen behandeln die Kojoten fast so schlimm, wie sie einst uns Indianer behandelt haben. Lame Deer





ICH HABE DEN EINDRUCK, die weißen Menschen fürchten sich so sehr vor der Welt, die sie selbst geschaffen haben, daß sie diese nicht mehr sehen, fühlen, riechen oder hören wollen. Regen und Schnee auf dem Gesicht zu spüren, von einem eisigen Wind wie erstarrt zu sein und an einem rauchenden Feuer wieder aufzutauen, aus einer heißen Schwitzhütte zu kommen und in einen kalten Fluß zu tauchen — diese Erfahrungen zeigen dir, daß du lebst. Aber ihr wollt das gar nicht mehr empfinden. Ihr wohnt in Kästen, die Sommerhitze und Winterkälte aussperren, ihr lebt in einem Körper, der seinen Geruch verloren hat, ihr hört den Lärm aus der Hi.-Fi--Anlage anstatt den Klängen der Natur zu lauschen, ihr seht den Schauspielern im Fernsehen zu, die euch Erlebnisse vorgaukeln, euch, die ihr längst verlernt habt, irgend etwas selbst zu erleben. Ihr eßt Speisen, die nach nichts schmecken. Das ist euer Weg. Er ist nicht gut.




BEMERKUNG von Sandra:
"ICH HABE DEN EINDRUCK, die weißen Menschen fürchten sich so sehr vor der Welt, die sie selbst geschaffen haben, daß sie diese nicht mehr sehen, fühlen, riechen oder hören wollen.", dem stimme ich mehr als zu. Denn ich selbst kenne sehr wenige Menschen, mit denen ich die Natur genießen kann. Wenige Menschen verstehen meine Liebe zu der Natur und zu Tieren... - viele wollen sie anscheinend nicht verstehen, weil sie die Welt aus den Winkel, aus dem ich sie sehe, wohl noch nie wirklich gesehen haben. Daher urteilen sie einfach über etwas, dessen Wirklichkeit ihr allerdings völlig fremd ist. Natürlich bin ich nicht vollkommen anders, als andere Menschen, aber doch schon ein wenig anders. Ich weiß, wie wenige Menschen all dies verstehen, doch ist es mir egal. Denn ich weiß, würde ich anders sein, der Menschen wegen, dann wäre ich nicht mehr ich. Sondern würde einfach nur exisiteren - der Menschen wegen. Und... - und dass sind sie mir nicht wert - die Menschen. Ich werde niemals mein innerstes für sie aufgeben. Denn Menschen verletzten - die Natur und die Tiere, sind es, die diese Verletzungen heilen und die einen niemals verletzten würden. Die Natur und Tiere sind ehrlich. Ich glaube, ohne die Natur und die Tiere wäre ich jetzt nicht der Mensch, der ich bin. Manchmal glaub ich, dass ich ohne diese Dinge gar nicht mehr auf dieser Welt wäre, denn sonst hätte ich wohl die Zeit damals nicht wirklich überstanden. Die Zeit, die jetzt ewig her ist - aber die mich einiges über die Menschen gelert hat. Die Zeit, die mich nun mit Vorsicht den Menschen entgegen treten lässt.

Menschen verletzten - die Natur und die Tiere nicht.

Doch Menschen verletzten nicht nur Menschen, sondern auch die Tiere und die Natur.

Ich hoffe, dass der Blick jener Menschen bald wieder das sieht, was sie tun ... und sie aufwachen lässt.



Denn der Friede ist der Weg, zum wahren Glück!!!



In diesem Sinne -

nchdenkliche Grüße

......

der Seelenvogel






"Denk mit dem Herzen."
SPRICHWORT DER HOPI

Was du suchst
ist nicht auf den Gipfeln der Berge,
nicht in den Tiefen der Meere,
nicht in den Strassen der Städte:

Es ist in deinem Herzen.



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