Ich weiß nicht recht, wie ich es für mich definieren soll.
Ist eh ein Thema, was einfach nicht auf den Punkt genau zu definieren ist,
da es sich genauso tagtäglich verändern kann wie sich auch eine neue Meinung
dazubilden kann.

Ich liebe viele Dinge,
die man sieht, die mit der Natur zutun haben, die Natur selbst, den Himmel, die Sonne, die Nacht, die Sterne, die Tiere, die Pflanzen, das Meer, den Strand, Sonnenunter - und aufgänge, Wiesen, Wälder, Freiheit etc.

Menschen lieb ich eher auf Distanz. Vielleicht darum, weil sie mir oft weh taten.
Die Natur und die Tiere, blieben mir treu.
Nach und nach hab ich durch einige wenige Menschen die Jahre über erst mal wieder vertrauen gelernt.

Diese Menschen sind für mich sehr wichtige Freunde geworden.
Ich glaube, Freundschaften sind mir soviel wichtiger, da ich einfach ehrlicher und einfach mehr ich selbst sein kann, als in Beziehungen.
Meine Eltern verstehen mich nicht... - weil ich in der Beziehung so anders als die anderen bin. Doch ist es mir egal.
Für mich bedeuten diese Menschen wahnsinnig viel und die Freundschaft ist alles.
Tiefe und intensive Gespräche. Umarmungen, die von Herzen kommen. Worte, die von Herzen kommen. Gedanken, die durch tiefe Blicke wie Worte wirken.
Momente, die einzigartig sind, zu genießen. Tiefes Verständniss und teilen der selben Gedanken. Spaziergänge in die Unendlichkeit. Ein Gefühl, welches bei einer wahren und tiefen Freundschaft das Gefühl von Freiheit umschreibt.
Beziehungen zwischen zwei Menschen war für mich bisher immer ein nehmen dieser Freiheit. Ein 'besitzen'! Ein festhalten!

Nichts schönes! Vertrauen schwand dahin.
Freunde - wahre Freunde waren es, die mich in die Wirklichkeit zurück holten.
Freundschaft ist Freiheit für mich und Freiheit ist das schönste Glück auf Erden!
Freiheit ist es, wenn man fliegt.
Freiheit ist es, wenn man die Ferne des Meeres betrachten kann.
Freiheit ist es, wenn man leben kann, ohne das einem gesagt wird, wie man zu leben hat.
Freiheit ist das wertvollste, was es gibt.
Ohne Freiheit ist für mich alles - nichts!!!


Gerade fällt mir noch eine Geschichte ein, die ich einst mal las.
Ob sie gerade jetzt hier rein passt, weiß ich gar nicht mal, doch mag ich sie einfach jetzt und hier reinsetzen.
Ohne zu überlegen - was ich gerade tu, tu ich es dennoch.
Wortlos werde ich sie auf diese Seite stellen und hoffen, dass viele andere auch deren Weisheit und Wahrheit für sich entdecken.

"
Sonne und Mond



Manch einer weiß das nicht, aber Sonne und Mond sind Zwillinge, am gleichen Tag und zur gleichen Stunde erschaffen. Kaum geboren, sprangen sie in die Welt und tollten ganz übermütig darin herum, denn anfangs waren sie natürlich noch viel zu klein und zu jung, um Verantwortung übernehmen zu können. Das fiel auch nicht weiter auf, weil die Welt sowieso noch im Stadium ihrer chaotischen Anfänge war und der Begriff "Ordnung" erst langsam und mühsam von der Schöpfung ins Leben gerufen werden musste.



Als Sonne und Mond etwas älter wurden, fingen sie an sich zu streiten, wie alle Geschwister das zuweilen tun. Sie zankten sich um Kleinigkeiten, aber sie stritten auch darum, wer stärker, größer, besser, beliebter und schöner wäre. Diese Streitereien wurden immer schlimmer, obwohl eigentlich niemand wusste, worum es überhaupt ging und die gütige Schöpfung mit Ermahnungen gar nicht mehr nach kam.

Einmal wurde es ganz schlimm. Sonne hatte Mond ausgelacht und dann auch noch sein Gesicht zerkratzt. Da zückte Mond sein silbernes Schwert und schlug seiner Schwester lauter Zacken aus der Krone. Sonne war darüber so erbost, dass sie mit Feuerschwaden um sich warf. Erde, die zufällig vorbei kam, erhielt dadurch lauter Brandflecken, die man später Wüsten nannte.

"Jetzt ist es aber genug!", rief die Schöpfung. "Wenn ihr euch nicht vertragen könnt, dann muss ich euch eben trennen. Du, Mond sollst von nun an im Reich der Nacht leben. Und du Sonne, sollst das Reich des Tagen nie mehr verlassen."

Betreten zogen sich die Geschwister zurück, jedes in sein Reich.







Sonne lernte die Himmelsrichtungen und dass sie im Osten auf- und im Westen unterzugehen hatte. Sie lernte die Jahreszeiten nacheinander aufzusagen: Frühling, Sommer, Herbst und Winter und dass sie mal mehr und mal weniger scheinen sollte. Manchmal brachte sie die Reihenfolge noch durcheinander und ließ nach dem Frühling plötzlich wieder Schnee und Eis auf die Erde kommen.

"Nein, Tochter", ermahnte die Schöpfung geduldig. "Nach dem Frühling kommt immer der Sommer. Der Winter kommt erst nach dem Herbst. So muss es auch bleiben, sonst können sich Pflanzen, Tiere und Menschen nicht danach richtige und sind verloren. Du trägst für sie Verantwortung."

Und Sonne lernte weiter die Reihenfolge von Frühling, Sommer, Herbst, Winter und wieder Frühling. Wie ich schon sagte, war es schwer, das Prinzip Ordnung in der Welt einzuführen.

Sonne musste auch lernen, die Bahn der Planeten zu lenken. Und was sie sonst noch lernen musste, habe ich im Augenblick vergessen. Aber es war eine Menge. Anfangs war sie sehr stolz, dass sie das reich des Tages für sich allein besaß und darüber herrschen konnte. Aber je länger sie allein war, umso mehr erkannte sie, wie sehr sie ihren Bruder, den Mond, liebte und wie sehr sie ihn vermisste.



Mond erging es ähnlich. Auch er war anfangs stolz, das Reich der Nacht ganz allein zu besitzen und zu beherrschen. Er lernte die Herde der Sterne ordentlich zu hüten und aufzupassen, dass der kleine Nordstern auch immer im Norden zu sehen war, damit Mensch und Tier sich danach richten konnten, wenn sie auf Wanderschaft waren. Anfangs schlief er noch manchmal ein, wenn er hüten sollte. Dann machten sich die Sterne selbständig und sprangen vom Himmel herab. Die Menschen lachten und riefen: "Sternschnuppen, Sternschnuppen." Davon wachte der Mond wieder auf und schämte sich. Er hatte auch für die Gezeiten zu sorgen. Das bedeutet, er musste das Meer zu bestimmten Zeiten ans Land spülen und danach mit seinem Mondnetz wieder einfangen und zurückziehen. Wenn er das vergaß, gab es eine Flut auf der Erde und die Mensch schrieen: "Land unter!" Dann rügte die Schöpfung den Mond. Er musste nachsitzen und den Monaten die Tage zuteilen. Das hat er bis auf den heutigen Tag nicht gelernt. Oft hat er plötzlich einen Tag übrig, wie dieses Jahr zum Beispiel. Den schmuggelt er dann in den Februar hinein.

Aber das alles war für den Mond nicht so schlimm wie die Erkenntnis, dass er seine Schwester über alles liebt und sie sehr vermisste. Es reute ihn, dass er sich in der Zeit, als sie noch beisammen waren, so sehr mit ihr gestritten hatte. Und schließlich beschloss er, sie heimlich zu besuchen und ihr das Liebste zu schenken, das er besaß: sein silbernes Schwert.





Als Sonne ihren Bruder kommen sah, mit dem Schwert in der Hand, dachte sie, nun wolle er auch noch ihr Reich an sich nehmen. Voller Wut sprang sie auf, entriss ihm das Schwert, brach es mitten entzwei und war es in den Weltenfluss, wo es zischen verschwand. Als sie aufblickte, sah sie ihren Bruder blass und in Tränen. Und aus seinen Augen leuchtete so viel Liebe und Leid, dass auch sie in Tränen ausbrach und ihn voller Reue umarmte. Auf der Erde sah das aus wie eine Sonnenfinsternis.

"Ich wollte dir das Schwert doch schenken und dich um Verzeihung bitten", stammelte Mond. Und Sonne schluchzte unter Tränen: "Wie sehr habe ich dich vermisst, liebster Bruder."

Dann tauchte Sonne ihre Hände in den Weltenfluss, um die Schwertstücke wieder herauszuholen. Aber die hatten sich in zwei zierliche, rosige Göttinnen verwandelt. Die Geschwister staunten.

"Sie gehören dir", sagt Sonne, "denn sie sind aus deinem Schwert entstanden." "Nein", erwiderte Mond. "Sie sollen dir gehören, denn ich wollte dir das Schwert ja schenken."

"Dann wollen wir die gütige Schöpfung bitten, unsere Reiche zusammenzulegen, sodass sie immer aneinander grenzen. Und an diesen Grenzen sollen die rosigen Göttinnen wohnen und uns beiden gehören."



Die gütige Schöpfung freute sich, dass die Liebe in den Herzen ihrer Kinder zurückgekehrt war. Sie erfüllte ihre Bitte und band das Reich des Tages und das der Nacht zusammen, sodass jedermann erkennen konnte, dass sie, obwohl so verschieden, doch auf immer eine Einheit bildeten. Die rosigen Göttinnen bewachten die Grenzen und wurden Abendröte und Morgenröte genannt. Es sind bewegliche Grenzen, mal zartrosa, mal leuchtend goldrot.







Nun mag man sich fragen, warum die Geschwister nicht wieder zusammen in einem Zimmer wohnen durften. Ersten einmal waren sie ja nun erwachsen und da leben Geschwister nur sehr selten noch zusammen. Und zweitens kann das, was einmal erschaffen ist, also etwas Seiendes geworden ist, nicht wieder zurückgenommen und zu Nichtseiendem gemacht werden.

Was nun Sonne und Mond betrifft, so mussten sie wieder voneinander Abschied nehmen. Sie umarmten und umarmten sich und dann kam schließlich die Abendröte und führte den Mond ganz sanft wieder in sein Reich. Aber Mond verhüllte sein Angesicht und Sonne hatte keine Lust mehr zu scheinen. In jener Zeit herrschte Eiszeit auf der Erde und tiefe Trauer bei den Geschwistern.

Aber dann nahm Mond sich ein Herz und ging noch einmal heimlich ins Reich des Tages. Sonne strahlte. Sie schenkte ihm zum Abschied ihren Schleier. Den hängte Mond an seinem Himmel auf, wo er ihn immer sehen kann. Die Menschen nennen ihn Andromeda Nebel.



Der Mond kommt noch immer ab und zu heimlich in das Reich des Tages geschlichen. Er versucht dann ganz unscheinbar wie eine Wolke auszusehen. Man kann aber erkennen, wie vergnügt er ist und wie zärtlich die Sonne ihn anstrahlt. Wenn ihr ihn seht, verratet es niemandem. Wir wollen ihm ja diese kleine, heimliche Freude nicht verderben, zumal auch die gütige Schöpfung immer ein Auge zuzudrücken scheint.



Die Zwillinge Sonne und Mond sind nun schon uralt. Ich glaube, sie können alle ihre Aufgaben deshalb so gut erfüllen, weil sie wissen, dass dort, im anderen Reich, auf der anderen Seite der Erde, jemand ist, der sie liebt und immer lieben wird, auch wenn sie sich nur ganz selten sehen.



(Diese Geschichte stammt von Linde von Keyserlingk und ist dem Buch "Die Welt, mit dem Herzen gesehen.) "





Was du suchst
ist nicht auf den Gipfeln der Berge,
nicht in den Tiefen der Meere,
nicht in den Strassen der Städte:

Es ist in deinem Herzen.



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