Leben, lieben, glücklich sein

Es war einmal ein Leben, in dem ich mich fragte, was es heißt zu leben. Ich sah die Blumen,
die blühten und schließlich verwelkten, ich sah die Sonne, die auf und unter ging, ich sah die Menschen und Tiere, wie sie lebten und wie ihr Leben bekann und wie ihr Leben auch endete, weil eben keines vollkommen und endlos ist. Ich fragte mich, warum das alles so ist wie es ist.
Ich fragte mich das sehr lange, schrieb sehr viel, forschte, dachte viel nach und lauschte gern den Worten und den Meinungen anderer. Doch den wahren Kern des Lebens fand ich nicht wirklich, es war für mich wie eine Hülle, die man abpellen kann, doch wo der Kern verschlossen bleibt. Doch, dass war für mich unmöglich ..., irgendwo musste doch die Antwort des Lebens zu finden sein.

Irgendwann traf ich Seraphim, er war unheimlich weise und hatte eine unendlich schöne Art zu leben. Ich weiß nicht, wo er herkam, denn plötzlich war er da.
Meist traf ich ihn auf irgendwelchen Spaziergängen, die ich alleine machte. Plötzlich kam er aus einer der Weggabelungen auf mich zu, gab mir die Hand, lächelte mich an und zupfte an seinem Bart, ehe wir unseren Weg fortsetzten.
Ich fragte ihn nie, wo er eigentlich herkam und wo er wohnte. Ich hatte einfach überhaupt kein verlangen danach, dies zu erfahren. Manchmal gingen wir einfach schweigend nebeneinander her, ehe er in einen anderen Weg einbog und verschwand.
Irgendwie sah ich in allem, was er tat und wie er sich verhielt, einen Sinn.
Aber irgendwie fand ich mein Gefühl in seiner Gegenwart sehr eigenartig.
Dieser Mann verwirrte mich zunehmend. Doch ging ich oft allein spazieren, in der Hoffnung, ihn wieder zu treffen. Manchmal geschah es so und manchmal ging ich allein des Weges Pfad. Manchmal kam ich zu Orten, die ich nicht wirklich kannte und manchmal stand ich an einem kleinen verwunschenen Teich, ganz mitten im Wald.
Ein feines Grün zog sich über ihm und das Moos an den Seiten und auf den kleinen Inseln, die dem Teich selbst eine äußerst eigenartige Form von Schönheit verliehen, gaben ihm diese seltsame Art des Andersseins.
Anderssein muss nicht bedeuten, schlecht und nichts wert zu sein, lehrte mich dieses.
Ich liebte diesen Teich gerade weil er so anders war.

Er erinnerte mich einen kurzen Moment an mich, denn irgendwie war ich ja auch anders.
Ich bekam diese Bemerkung oft von anderen und damit umzugehen fiel mir ehrlich gesagt nicht gerade leicht. Jedenfalls anfangs nicht. Irgendwie fühlte ich mich normal, aber nach einiger Zeit merkte ich, dass meine Gedanken manchmal so anders waren, als die jener Menschen in meinem Umfeld.
Vom menschlichen her, war ich jemand, der war wie die anderen. Sogar jemand, der seine eigene Kraft manchmal ein wenig unterschätzte und der am Ende selbst überrascht war, jenes wunderbare Resultat zu sehen, wessen ich bekam. Ich arbeitete gut und bekam ein positives Feedback, ich habe viele Leute kennen gelernt, mit denen ich beinahe alle gut klar kam...,
eigentlich konnte ich mich in dieser Hinsicht nicht beklagen, was ich auch gewiss nicht tat.
Aber dennoch war ich anders, wenn nicht vom Verstand, dann eben nur vom Herzen her.

Etwas war anders, etwas gefiel mir nicht, etwas passte nicht!
Doch hörte ich irgendwann in meinem Leben auf danach zu suchen. Ich spürte es bloß manchmal, doch erklären konnte ich es mir meistens dann nicht wirklich.
Die Tage vergingen und ich lebte so dahin, wie ich es schon lange tat.
Irgendwann fragte mich Seraphim, wie es mir gehen würde. Wir gingen wie an vielen Tagen erst schweigend nebeneinander her, ehe er das erste Mal begann, mit mir zu reden.
Seine Stimme klang sehr warm und ruhig. Ein angenehmes Gefühl huschte beim Klang seiner Stimme über meinen Körper.
Ich überlege kurz, konnte aber nicht wirklich antworten. Schon lange hatte ich nicht mehr darüber nachgedacht, wie es mir wirklich ging.
„Darf ich dich mal etwas fragen?“, hörte ich meine Stimme plötzlich fragen.
„Natürlich, darfst du das!“
„Wie kann ich rausfinden, wer ich eigentlich bin und wie es mir in Wirklichkeit geht?“
Er schwieg. Ich schwieg ebenfalls und wieder gingen wir einfach weiter, ohne das jemand etwas sagte. Es war ein schöner und ruhiger Tag. Einige Spaziergänger kamen und meistens mit Hunden entgegen, grüßten oder gingen schweigend an uns vorbei.
Plötzlich blieb Seraphim stehen und deutete auf einen Hund, der voller Freude auf einer Wiese umher tobte. Er trug einen riesigen Stock vor sich her, ließ ihn fallen und purzelte sich über den Boden, sprang im Wasser des kleinen Teichs, der in der Nähe war, umher und schien irgendwie zufrieden.
„Was würdest du sagen, wie geht es diesem Hund?“, fragte mich Seraphim und sah mich an.
„Na ja, dass er glücklich ist, ist ja nicht zu übersehen!“, ich schwieg...
„Hm..., aber du kannst mich doch nicht mit einem Tier vergleichen?“, fragte ich irritiert.
„Wie kommst du darauf, dass er glücklich ist?“, fragte mich Seraphim weiter.
„Ich weiß nicht, dass spür ich eigentlich, man sieht es und es ist einfach so, wie es ist!“
„Sicher ist er glücklich“, sagte Seraphim, „aber aus welchem Grund ist er so glücklich?“
„Vielleicht weil er dass tun darf, was er will und wozu er Lust hat. Vielleicht weil er der ist, der er gern sein möchte!“
„Einfach gesagt, weil er einfach er selbst ist!“, erwiderte Seraphim und lächelte mich an.
Damit wanderte mein Blick wieder zu jenem Hund. Ich musste irgendwie grinsen, auch über meine plötzlich so weisen Worte, wie ich ihm so zusah. Als ich meinen Blick wieder zurück zu Seraphim wendete, musste ich feststellen, dass er verschwunden war.

Zögernd und nachdenklich setze ich meinen Spaziergang alleine fort!

Wie ich so an einen anderem Hund vorbei ging und ihn ansah, konnte ich plötzlich die kleinen, traurigen Augen erkennen. Er lief neben einem älteren Ehepaar an artig der Leine.
„Warum bist du traurig, kleiner Hund?“, fragte ich ihn und hockte mich neben ihm nieder.
„Wie bitte?“, fragte mich der Mann und sah mich ein wenig verwirrt an. Der Hund kam gleich auf mich zu und begrüßte mich, als würden wir uns schon ewig kennen. Seine Augen waren voller Freude und Genuss, als ich meine Finger sanft über sein Fell gleiten ließ.
„Was möchten Sie von uns?“, hörte ich eine alte, schräge Stimme und die Frau blickte mich fragend an. „Darf ich ihn mal die Leine abmachen?“
Der Mann zuckte mit den Schultern und nuschelte dann ein „Natürlich!“ vor sich hin.
Vorsichtig klickte ich die Leine aus und gab ihm somit seine Freiheit als Ganzes zurück.
So alt, wie mir dieser Hund anfangs schien, war er wohl doch noch nicht. Das Alter schien seine traurige Ausstrahlung gemacht zu haben.
Er lief durch das Laub was von den Blättern gefallen war und tollte mit einem viel zu großen Stock über den sandigen Waldweg.
„Vorsicht, dort hinten kommen andere Hund!“, rief die Frau besorgt.
„Wovor haben Sie Angst?“, fragte ich die Frau. „Die Hund sind viel größer als er und vielleicht schnappen sie nach ihm!“
„Lassen Sie ihn doch einfach mal selbst entscheiden und selber ertasten, wie weit er gehen kann!“ Gespannt beobachten wir das Verhalten der Hund untereinander.
Vorsichtig näherte sich der Kleine den beiden Größeren.
Alle drei Hunde waren nun ohne Leine und beschnupperten sich vorsichtig. Der Kleine wollte recht bald der Große sein und testete wie weit er bei den beiden gehen konnte. Schon sehr bald aber auch, wurde er von einem zurecht gewiesen und lag unterlegen am Boden. Somit war der Rang unter den dreien vorerst geklärt und nun wurde über die Wiese getollt.
Als dann der Hund, von eben wieder auftauchte und sich unter die Truppe mischte, war es perfekt. Die Besitzer standen auf dem Wegrand und sahen den vieren lächelnd zu.
So kamen nun auch Gespräche zu Stande und man tauschte sich untereinander aus.
Als ich mich zum gehen auf machte, sah ich den kleinen und den großen Hund, wie sie sich gemeinsam einen viel zu langen Stock teilten – der eine an der einen Seite und der andere an der anderen. Noch einmal sah ich zu der noch zu anfangs besorgten Besitzern hinüber, die mir auch einen kurzen Blick mit einem dankbaren Lächeln widmete.

Mir war völlig klar, dass ich bin in irgendeiner Form schon lächerlich gemacht hatte, doch der Erfolg war größer, als diese kleine Ausmaß an Peinlichkeit.
Mit einem zufriedenen Lächeln im Gesicht ging ich nach Hause.

An jenem Abend saß ich lange in meinem Sessel und sah nachdenklich in das Feuer meines Kamins. Das Holz knisterte leise vor sich hin und ließ mich noch lange dort sitzen, schweigend und in vollkommender Ruhe mit mir selbst.
Irgendwann schlief ich sein.

*


Am nächsten Morgen weckte mich das Telefon. Im ersten Moment konnte ich mich kaum bewegen, da ich noch immer in meinem Sessel saß und mein Nacken doch recht schmerzte.
Die Glut des Kamins hatte noch eine leicht rote Farbe und war somit wohl immer noch nicht vollkommen erloschen. Müde stand ich auf und lief zu dem Telefon.
„Guten Morgen, Martin, hab dich sicher wieder geweckt, was?“, lachte eine Stimme am anderen Ende des Telefons. Ich seufzte und suchte meinen Wecker auf meinem nicht als so ordentlichen Schreibtisch. Ich fand ihn, unter einem Papierstapel.
5:36 Uhr! Ich dachte anfangs mich verlesen zu haben und wollte gerade auch fragen was dass denn sollte, da wurde meine Frage auch schon beantwortet.
„Ich wollte dich nur daran erinnern, dass du die Unterlagen für das Paar von gestern Nachmittag fertig machen musst. Sie haben gestern Abend schon ein FAX geschickt und mich danach gefragt!“ Ich seufzte, dass alles hatte ich gestern völlig vergessen.
„Eilt das denn so?“, hört ich mich mit müder Stimme fragen.
„Ich fürchte schon!“
„Na gut, ich tu mein bestes und bring es dir dann gegen 15 Uhr vorbei.“
„14:30 Uhr!“
„Bitte?“
„Bring es mir so gegen 14:30 Uhr vorbei, denn für 15 Uhr hat sich das Paar angemeldet!“
„Na okay, dann müssen wir aber jetzt auflegen, sonst schaffe ich das nicht mehr!“, sagte ich
und versuchte auf meinen Schreibtisch ein wenig Ordnung zu machen.
„Bis dann, Martin!“
„Ja, bis dann!“, und ich stellte den Hörer auf meine Ladestation.

„Bestens!“, rief ich wütend, „wie bitte soll ich dass denn schaffen?“ Die Arme auf dem Schreibtisch gestützt fuhr ich mit den Händen durch meine Haare. Mein Schreibtisch war, um ehrlich zu sein, ein reinstes Chaos, was es mir gerade alles nur noch mehr erschwerte. „Ich schaff das heute nicht und ich mach es auch nicht mehr.“, ich seufzte.
Langsam ließ ich mich auf meinem Schreibtischstuhl zurück fallen, suchte eine Zeitung, die auf dem Schreibtisch einen der obersten Plätze erreicht hatte und blätterte ein wenig darin rum.

„Manchmal glaube ich, Martin, bist du und dein Sturkopf echt eins. Natürlich schaffst du es mit der Einstellung nicht. Ich könnte wetten, dass du es schaffst, würdest du deine Einstellung nur ein winzig, kleines bisschen ändern und dich mal an die Arbeit machen.

Solche Situationen sind nicht entstanden, um dich zu ärgern, sondern lediglich um dich und deine Einstellung mal wieder ein wenig auf den neusten Stand zu bringen.
Natürlich hättest du all das gestern schon machen können, aber hattest du da nicht etwas anderen vor. Hattest du da nicht eine andere Mission. Denke einmal an die Augen jenes Hundes und an das Lächeln jener alten Frau. Denk an deine Worte und denk an deine Einstellung, die du in dem Moment zu pflegen schienst.
Überlege, wann du das letzte Mal so gehandelt hast, wie du es gestern tatest und überlege, wie es dir nach diesem Handeln ging. Ging es dir schlecht, wäre es empfehlenswert, wieder zu deiner eigentlichen Wahrheit zurück zu kehren. Ging es dir aber gut damit, dann wäre es sicher sinnvoll, diese neue Wahrheit und diese neue Einstellung weiter zu pflegen.
Veränderungen im Leben sind nur selten negativ zu werten, es hängt nur davon ab, wie du selbst die Veränderungen sehen willst.
Gestern warst du glücklich, warum bist du heute also unglücklich darüber, wie dein Tag gestern verlief. Natürlich hättest du in der Zeit andere wichtigere Dinge tun können, ist bloß die Frage, ob du damit genauso glücklich gewesen wärst?!
Denke daran, Martin, manchmal sollte man sich einfach mal die Zeit nehmen zum leben.“

Ich seufzte, klappte die Zeitung zu und schloss einen Moment die Augen, ehe ich die Zeitung erneut nahm und nach jener Seite suchte, mit den seltsamen, an mich gerichteten Worten. Nichts, die Seite war verschwunden und jene Zeitung war wie immer – nicht wirklich interessant.
Dennoch machte mich der Text nachdenklich. Einige Zeilen schwebten mir noch in meinem Kopf umher und wie ich so darüber nachdachte, schaffte ich es auf meinen unübersichtlichen Schreibtisch eine übersichtliche Ordnung zu machen. Am Schluss lächelte ich und setze mich voller Freude hin und erledigte den Papierkram für dieses nette Paar, dessen Personen ich nicht wirklich kannte. Pünktlich gegen 14:30 stand ich bei meinem netten Kollegen Thorsten auf der Türschwelle und reichte ihm die Unterlagen.
„Ich werde mir übrigens ein paar Tage Urlaub nehmen, vielleicht auch zwei Wochen, ich muss mal sehen!“, hört ich mich plötzlich sagen. „Wie, so ganz spontan, Martin? Was hast du vor?“ „Ich weiß nicht, ich muss einfach mal raus, aus meinem Alttagsleben. Ich überlege irgendwo ans Meer zu fahren!“
Kurz danach drehte ich mich um und
damit begann für mich eine Reise, die noch nie im Leben so spontan war, wie diese.

Zuhause packte ich eilig ein paar Sachen, nahm einiges an Geld von meinem Konto ab
und setzte mich in den Zug nach .... nirgendwo.

Wieder war ich am schlafen. Diesmal saß ich in einem Zug und wurde plötzlich von der wundervollsten Stimme geweckt, die ich je gehört habe. „Ist hier noch frei?“
Vorsichtig öffnete ich erst ein Auge und dann dass nächste. „Reden Sie mit mir?“
Sie lächelte. „So würde ich das nennen, denn außer Ihnen ist hier niemand!“
Ich sah mich um und räusperte mich „Oh stimmt! Ähm, natürlich ist hier noch frei!“
Nervös packte ich meine ganzen Koffer von den Sitz.
Natürlich ging auch dass nicht ohne eine Peinlichkeit vonstatten, denn plötzlich öffnete sich einer meiner Koffer und ein Stapel Unterwäsche purzelte heraus, einige Bücher, einige Bilder, meine Mundharmonika und alles, was ich sonst noch dort rein packte, folgten.
„Um Himmels Willen, dass ist mir aber jetzt peinlich..., entschuldigen Sie...!“ und ich schmiss mich über all diese Sachen. Da saß ich also auf der Erde, über meine Unterwäsche gebeugt, mit einem hochroten Kopf und einem Scharmgefühl, dass ich mich am liebsten unter jener Sitzbank unsichtbar gemacht hätte.
Diese eigenartige junge Frau lachte anfangs sehr, beugte sich aber dann zu mir runter und flüsterte mir ins Ohr, dass es wirklich nicht schlimm wäre und ob wir nicht zusammen meinen Koffer besser wieder einräumen sollten.
Sorgfältig räumten wir also meinen Koffer wieder ein, sahen uns schließlich an und mussten beide sehr lachen. Ich hatte nachher vor lauter lachen richtig Bauchschmerzen.
Sie war gerade dabei meine Bücher zusammen zu räumen, als sie plötzlich inne hielt und mich fragte, wo ich eigentlich hin wolle.
„Dass weiß ich noch nicht!“, sagte ich. Sie sah mich erstaunt an. „Wirklich? Ich mein, Sie meinen, Sie hören einfach auf Ihre innere Stimme, Sie schauen, wohin das Herz Sie trägt? .. Und Ihre Arbeit?“
„Urlaub!“
„Ach und sie haben so gar kein Ziel?“
„Doch, ich möchte irgendwo ans Meer, doch wohin, da schaue ich, wie Sie schon sagten, wohin mein Herz mich trägt.“
„Komisch!“, sagte sie und sah aus dem Fenster. Ich sah sie an. Ihr zarter Körper und ihre langen Haare und die kleinen Locken, die im Schein der Sonne fast golden leuchteten,
ihre tiefblauen Augen und ihre so sanfte Stimme hatten mich vom ersten Moment an verzaubert.
„Was ist daran komisch?“
„Ich hatte mir heute morgen genau das Gleiche vorgenommen und so setze ich mich in diesem Zug. In dem Zug .... nach nirgendwo....!“
Ich sah sie an. Lange sah ich sie an.
Schweigend sahen wir uns an.
„Dann lass uns zusammen fahren? Lass uns dorthin fahren, wohin unser Herz uns trägt.“
Ich lächelte und auch sie lächelte....
Somit saßen wir beide in dem Zug ... nach nirgendwo .... und doch in die große, weite Welt hinaus.

*

Wir fuhren Tage, mal mit dem Boot, mal mit den Zug oder Bus.
Unsere Beziehung ist über die Tage sehr viel enger geworden und die Nächte waren für uns wie das Glück auf Erden.
Unsere Reise hatte auch ein Ziel und dass hieß Kanada.
Mia lernte wie ich, auf dieser Reise die Liebe zur Natur kennen und sehr, sehr schätzen.
Wir verbrachten viele Momente auf dem Meer und fanden immer wieder neue Eindrücke.
Jedes Mal, wenn wir hinaus fuhren,
sahen wir einen „Weißen Delphin“ auch als Beluga bekannt. Er hatte etwas wahnsinnig schönen und faszinierendes. Ich war so begeistert und jedes Mal so aufgeregt, als sein Kopf aus dem eiskalten, aber kristallklaren Wasser auftauchte. Mia saß immer stumm lächelnd neben mir. Der alte Skipper, der uns oft begleitete beobachtete ihn auch aus einer sanften Ruhe heraus. Der alte Mann lächelte und sah Mia an, nachdem sie sein Lächeln erwiderte und nickte sah er zu mir und fragte mich mit seiner alten, rauen, aber unendlich sanften Seefahrer Stimme, ob ich die Legende der sanften Giganten der Meere kenne?
Ich schüttelte den Kopf und rutschte etwas tiefer ins Boot hinein und sah den alten Mann
an, von dem ich wusste, dass er mehr Weisheit in sich trug, als er uns bisher offenbarte.

Mia kuschelte sich an mich und gespannt lauschten wir dieser alten, weisen Stimme des Mannes, der uns nun bald das Geheimnis der wundervollen Tiere offenbaren würde.

„Einer alten Legende zufolge ist die Meerjungfrau die Hüterin der Ozeane. Ist sie zornig, beschwört sie heftige Stürme herauf. Ist sie gnädig gestimmt, taucht sie auf und nimmt Kontakt mit den Menschen auf. Wissenschaftler interpretieren die Meerjungfrauen als Belugawale und behaupten, dass einst die Tiere mit den Menschen kommuniziert haben.“

Erstaunt sah ich Mia an, denn dass war ihre sanfte Stimme, die diese Sätze so wundervoll erzählt haben. Friedlich saß sie neben mir, die Augen geschlossen und ein Lächeln in ihrem Gesicht. Eigentlich hätte ich sie jetzt gerne einmal gefragt, woher sie all das wusste, doch ich spürte, dass diese Frage jetzt unbedeutend und nicht richtig war und so lehnte auch ich mich wieder zurück und sah zu dem alten Mann der lächelte und nickte, als Mia’s Worte erloschen waren.

„Ganz richtig Mia!“, sagte er. „Seit Urzeiten erzählt man sich Legenden von Meerjungfrauen. In einer Geschichte heißt es, dass sie für immer von den eisigen Meeresfluten verschlungen wurden. Ihre erfrorenen Glieder fielen von ihren Körpern ab und wurden zu Weißwalen. Die Meerjungfrauen sanken in die Tiefe, und das Meer wurde zu ihrer Heimat. So sind sie die Hüterinnen der Ozeane und aller dort lebenden Wesen geworden. Das einzige Lebenszeichen ist ihr klagender Gesang, der aus der unergründlichen Tiefe des eisigen Meeres nach oben dringt. Der finnische Physiker und Elementarteilchen-Spezialist Rauno Lauhakangas ist der Auffassung, dass die Urvölker die Fähigkeit besaßen, mit den Weißwalen oder Belugawalen zu kommunizieren. Seit mehr als zehn Jahren erforscht er frühgeschichtliche Mythen, Bräuche und Kunstgegenstände auf der Suche nach Anhaltspunkten für eine solche Kommunikation. Bei seinen Forschungen auf den Inseln und Küstenstreifen Kareliens am Weißen Meer nordwestlich von Russland fand er eine Spur. Vor 6.000 Jahren soll ein prähistorischer Stamm sich hier mit den Belugas verständigt haben. Die Belugawale leben noch immer in der Nähe der Inseln und an den Flussmündungen. An den Ufern des Vyg-Flusses, der ins Weiße Meer fließt, haben russische Archäologen etwa 6.000 Jahre alte, in Stein gehauene Darstellungen von Belugawalen gefunden, die auf eine sehr enge Beziehung zu den Menschen schließen lassen. Auch wenn ihre Bedeutung weiterhin Rätsel aufgibt, sind diese Gravuren die ältesten Zeugen einer möglichen Beziehung.“



*
Noch lange saß ich am Abend draußen und wanderte ein wenig herum. Ich wollte dies allein tun, bat ich Mia und sie ließ mich gehen, fragte nicht nach – ließ mir einfach meine Freiheit.
Ein schönes Gefühl.
Ich dachte viel über den heutigen Tag nach. Plötzlich, als ich in den Himmel sah und eine Sternschnuppe über den dunklen Himmel glitt, schloss ich meine Augen und wünschte mir etwas. In dem Moment, in dem ich sie wieder öffnete wurde ich unheimlich geblendet, ehe wieder Dunkelheit einkehrte. Neben mir stand Seraphim! Ich erschrak und machte einen entsetzen Sprung zur Seite. „Was machst du denn hier? Bist du wahnsinnig, mich so zu erschrecken?“
„Wieso, ich habe mich angekündigt?“, sagte Seraphim unschuldig.
„Hab ich aber nichts von mitbekommen!“
„Na Martin, vielleicht solltest du noch ein wenig intensiver die kleinen Dinge in deinem Leben betrachten!“
„Vielleicht!“
Und wieder war es dieser Moment, in dem wir beide schwiegen und nichts sagten.
„Ich habe dich schon lang nicht mehr gesehen, Seraphim?“
„Ich weiß, ich habe gesehen, wie gut du auch ohne mich zurecht gekommen bist.“
„Stimmt, war eigentlich eine recht spannende und schöne Zeit. Das mit Mia, hm, ist das dein Verdienst? Ich mein, dass wir beide das Gleiche vor hatten? Außerdem, wieso kommt sie mir so vor, als würde sie ein Geheimnis in sich tragen?“
„Mit Mia, ist es denn nicht schön, sie getroffen zu haben, gerade jetzt und auf eine so wunderbare Weise? Mein Verdienst ist es nicht. Es ist allein deiner, denn du bist in jenen Zug gestiegen und sahst eben zu deinem Glück anfangs allein in deinem Zugabteil.
Zu deiner anderen Frage, Martin, ich glaube viele Menschen haben ein Geheimnis in sich. Auch du! Oder kennt sie dich etwa komplett, so wie du bist? Weiß sie wo du arbeitest, wo du wohnst? Wer du bist? Wie oft du umgezogen bist? Wieso du das Meer so liebst und all diese Dinge?“
„Nein, stimmt schon, all diese Dinge kennt sie nicht.., jedenfalls nicht alle. Aber du weißt genau, dass ich das Wort „Geheimnis“ eben anders gemeint hatte.“
„Ja, ich weiß!“, er lächelte und fügte dann noch hinzu „Aber was wäre so schlimm daran, wenn sie ein Geheimnis hätte. Sie würde es dir eh nicht verraten, wenn du sie danach fragst,
dann wäre es ja kein Geheimnis mehr. Was auch immer sie in sich trägt, wenn sie möchte, dass du es erfährst, wird sie es dir mitteilen. Such nicht nach Dingen, die nicht deine sind.
Lass sie bei ihr, dass ist das richtigste, was du tun kannst, wenn du sie magst.
Mach dir keine Gedanken über Dinge, die dich nichts angehen. Denk nicht zuviel darin herum, sonst entstehen Gedanken, die weder deine noch ihre sind ... und doch sind sie da und verbreiten, wenn du Pech hast negative Energien. Möchtest du das?“
„Natürlich nicht!“, ich schüttelte den Kopf.
„Na siehst du, dann genieße es, so wie es ist und lass es dir weiterhin so gut gehen, wie es zur Zeit wohl ist. Übrigens wollte ich noch anmerken, dass in 2 Tagen dein Urlaub vorbei ist, vergiss das nicht!!!“
„Oh man, Seraphim, hättest du mich nicht daran erinnert, dann hätte ich es tatsächlich vergessen. Puh danke!!! Übrigens war es auch ein schönes Gespräch..., könnten wir diese nicht öfters haben?“
„Würde es dir helfen?“
„Natürlich!“, sagte ich mit ruhiger Stimme. „Warum? Da sind noch andere die solche Gespräche mit dir führen können!“, dementierte Seraphim. „Aber unsere sind anders. Ich meine deine Sichtweise und mit ein paar Sätzen änderst du meine Sichtweise auch vollkommen. Du bist so anders, immerzu tauchst du auf, wenn ich dich brauche. Dass ist für mich eine sehr große Hilfe. Du bist wie ein Engel!“ Seraphim lächelte. Während ich nachdenklich auf die dunkle See schaute, verschwand er so leise, wie er auch gekommen war.
Still, schweigend kehrte ich zurück. Ich dachte gerade gar nichts, ich fühlte gar nichts und doch wusste ich, dass ich unheimlich glücklich war und dass war sehr viel.
Ich lächelte und nahm Mia ohne ein Wort in meine Arme. Manchmal kam es mit vor, als ob unsere Sprache ausschließlich ohne Worte waren, denn wir verstanden uns und es gab nie Missverständnisse.
Zuhause kündigte ich an, dass ich noch länger bleiben würde und hängte mal eben noch zwei Wochen dran, auch wenn alle davon nicht wirklich begeistert waren.
Mir war es wichtig, sehr wichtig sogar. Ich wollte mein vollkommendes, persönliches Glück finden.
In den darauf folgenden Tagen wurde Mia sehr krank. Niemand wusste, welche Krankheit sie hatte, doch ihr ging es sehr schlecht. Ihr Zustand war schlecht, doch sie selbst lächelte geschwächt in alle Gesichter, die sie ansahen. Sie blieb so lebensfroh und glücklich, trotz ihrer Krankheit. Sie war zu schwach, um nach Hause – nach Deutschland zu fahren, auch wollte sie es nicht. Innerhalb von Tagen verschlechterte sich ihr Zustand. Auch wollte sie aus irgendeinem Grund nicht diese kleine Holzhütte umgeben von Natur nicht verlassen.
Die Ärzte konnten nicht viel tun.

Ich spürte, dass es bald zuende ging, mit ihr und ich kam mir so hilflos vor.
Doch Mia war so glücklich, sie lächelte, ihre Stimme hatte woher auch immer noch die Kraft so sanft und lieblich zu klingen, wie sie es immer schon tat.
„Hört doch auf, alle so traurig zu sein. Es ist okay, mir geht es gut. Vielleicht sieht es nicht wirklich so aus, aber das ist auch nur das äußere, was ihr seht. Bedenkt, dass in mir noch etwas lebt und dass ist glücklich, wirklich glücklich. ... na okay, ein wenig traurig, aber nur, weil ihr es auch seit. Seit glücklich, so ist auch mein Glück vollkommen.“

Eines Nachts bat mich Mia um etwas sehr verrücktes. Sie wollte hinaus aufs Meer. Am nächsten Tag, gleich bei Sonnenaufgang. Sie sagte es sei wichtig und ich solle sie bitte aufs Meer bringen, zu ihren Walen – zu ihren Belugas.
Weiter bat sie mich, ich solle meine Mundharmonika mitnehmen und die ganze Zeit über ein Lied spielen. Jenes Lied, was ich Nachts immer spiele, wenn ich allein draußen am Meer hocke. Dieses Lied, was ich spiele, wenn die Wale dazu singen.
„Ich höre sie! Weit hinten auf dem Meer! Sie singen das Lied, deiner Mundharmonika!“,
flüsterte Mia mir zu und schlief dann wieder erschöpft ein.
Was sollte ich schon tun? Mir schien nichts anderen übrig zu bleiben, als ihr diesen Wunsch zu erfüllen.

*


Am frühen Morgen wollten wir gerade aufbrechen, als der alte Mann plötzlich vor uns stand. Er hatte sich nicht angekündigt, er war einfach da. Sein Gesicht war besorgt.
„Es wird Zeit!“, hörte ich ihn zu Mia sagen und er stützte ihren geschwächten Körper.
Dann sah er zu mir. „Der Beluga wurde heute morgen tot an der Küste aufgefunden.
„Woher wissen Sie das?“, fragte ich ihn erschrocken.
„Ich habe ihn gefunden.“
„Woran ist er gestorben?“
Er schwieg einige Sekunden. „Es war einfach seine Zeit!“, erwiderte er schließlich und hing Mia eine Decke um. „Kommt, lasst uns fahren!“ Wir liefen zum Ufer an dem auch schon sein Boot stand. Mia setze sich in Decken eingehüllt in das Boot. Ich wich ihr nicht von der Seite.
„Hast du deine Mundharmonika?“ Ich lächelte und nickte. Wir fuhren Anfangs die Küste entlang, vorbei an den toten Beluga, hinauf aufs kalte, offene Meer.
Ich merkte, wie Mia zunehmend schwächer wurde. Bald saß sie nur noch mit meiner Hilfe.
Ein paar stille Tränen liefen über mein Gesicht, ich wollte nicht, dass sie merkt, dass ich traurig war. Ein letztes Mal wollte ich für sie glücklich sein.
Geschwächt drehte sie ihren Kopf zu mir und sah mich an.
Ihre Augen funkelten wie die hellsten Sterne am nächtlichen Himmel, sie lächelte, schloss die Augen und ich merkte das ihr Atem aussetzte.
„Hey Mia, geh noch nicht, bitte geh noch nicht!“ Wieder öffnete sie die Augen und sah mich an, lange an. Schweigend und doch so viel sagend.
„Weine nicht, Martin. Bitte spiele, spiele das Lied – unser Lied! Was auch immer heute passieren wird, wir werden uns wiedersehen, dass verspreche ich dir, hoch und heilig!“
Ich umschloss sie mit meinen Armen und hielt so einen Moment lang inne, ehe ich meine Mundharmonika heraus holte und zu spielen anfing.
Ich spielte sehr, sehr lange. Mia’s Atem hörte auf doch ich spielte noch weiter und weiter.
Die Wale sangen in den tiefen des eisigen Meeres, ihre Stimmen klangen empor und schienen mit uns zu reden. Mein Verstand konnte diese Sprache nicht verstehen, doch ich glaube mein Herz tat es. Ich spielte noch eine Weile, ehe ich meine Mundharmonika beiseite legte. Im Arm hatte ich Mia’s leblosen Körper. Doch sie sah so friedlich aus. Aus würde sie schlafen.
Wie ich sie so ansah, fiel mir eigentlich nur ein Satz ein, den ich ihr gerade mitteilen wollte.
„Mia“, schluchzte ich, „wie du dort liegst, so friedlich schlafend, in Decken gehüllt, geschieht in mir etwas, was mein Herz von allen Schmerzen befreit.
Deine zarten Lippen und dein so kleines, liebliches Gesicht, ist so wunderschön.
Du lebst noch Mia, dass weiß ich, irgendwo bist du noch, das spüre ich. Und ich würde nicht lügen, wenn ich dir sage, du siehst aus, wie die schönste Meerjungfrau, die ich je gesehen habe!“ Ich vergrub mein Gesicht zwischen ihren Brüsten, es war gebettet auf einer Mehrzahl von Decken, doch meinte ich, einen Herzschlag vernommen zu haben, einen Herzschlag, der ein anderer war, wie wir ihn kennen.... Ein Herzschlag, der bereit ist, ein anderen Lebens anzutreten. Vielleicht war es auch ihre Seele die zu mir sprach, denn plötzlich war mir klar, dass sie hier bleiben sollte. Hier in der kalten Tiefe des Meeres. Ich dachte an die Legende der Belugas und so langsam glaubte ich zu verstehen, was ihr Geheimnis war.
Noch ein letztes Mal strich ich über ihr Haar und berührte ihr zerbrechliches Gesicht, noch ein letztes Mal sagte ich ihr auf diese Art „Lebewohl“.
Der alte Mann strich schweigend über ihr Gesicht und lächelte beim Anblick ihres friedlichen Ausdrucks.
„Es wird Zeit!“, sagte er zu mir und zusammen ließen wir sie in die kalte, unergründliche Tiefe des Meeres nieder. Sie sang, ehe sie die Dunkelheit verschlang.
Schweigend hockte ich am Bootsrand und weinte. Der alte Mann saß neben mir und hielt seine Hand auf meine Schulter. „Schätze dich glücklich, Martin! Sie hat dir ihr Geheimnis anvertraut und dass konntest du nur verstehen, weil du hier in Kanada deinen Verstand ausgeschaltet hast und dich von deinem Herzen leiten ließest. Du hast Stärke bewiesen, weil du so warst, wie du bist! Ich gratuliere dir und hoffe, dass du weiterhin so gehen wirst,
gehen – deinen Lebensweg, wenn du bald in deine Heimat zurückkehrst. Du hast jetzt eine Mission, eine Aufgabe, Martin. Gehe hinaus und gebe sie weiter!“
Ich sah den alten Mann lächelnd an und hatte plötzlich das Bedürfnis, mich in seine warmen, schützende Arme zu vergraben. Ich tat es plötzlich und fühlte mich auf einmal wieder wie ein kleiner Junge im schützendem Arm seines Vaters. Ich konnte gerade keine Erklärung für mein Verhalten finden, es war so untypisch für mich. „Es ist okay!“, gab er mir zu verstehen und umschloss den Kreis mit seinen warmen Armen. Die Wärme blieb nun bei uns, wir beide spürten sie ganz stark und sie tat uns unheimlich gut.
Plötzlich hörte ich ein gurren und ein pfeifen. Vorsichtig löste ich mich aus den schützenden Armen und schaute über den Bootsrand. Dort war der Beluga wieder. Aber...aber er war doch tot. Oder etwa nicht? Er sah mich an, als würde er lächeln. Ich lächelte zurück.
„Mia“, flüsterte ich, „du bist wunderschön.“ .... und damit schloss auch ich den Kreis des Abschiedes und öffnete einen neuen zur Begrüßung und spielte die ganze Heimfahrt über – unser Lied!
Die Wale sangen!
Der Beluga am Strand war verschwunden und ich war mir beinahe sicher, dass Mia’s Seele sich einen neuen Körper gesucht hatte und dass sie nun endgültig und vollkommen zu Hause war. In der Tiefe des Meeres!
Viele mögen diese Geschichte jetzt nicht verstehen, nicht verstehen wollen, würden mich für verrückt halten oder oder...
Aber würde mir jemand diese Aussage bewusst vorhalten, würde ich ihn ruhig ansehen und ihn fragen, ob er denn das Gegenteil beweisen könnt’?


*

Ich blieb noch eine Woche, ehe ich zurück nach Deutschland kehrte. Thorsten fragte mich,
ob sich diese spontane Reise ins Nirgendwo gelohnt hätte und ich antwortete mit dem strahlenstem Lächeln, den funkelnsten Augen und der Vollkommenheit des Herzens mit – Ja!
Doch niemand erfuhr jemals das Geheimnis mit Mia.
Denn ein Geheimnis sollte stets ein Geheimnis bleiben, lehrte mich ein sehr wichtiger Freund.
Lachend sah ich zum Himmel und sah die schönste und hellste Sternschnuppe meines ganzen, langen Lebens.

Und jedes Jahr um die selbe Zeit fuhr ich nach Kanada an den selben Ort, zu dem alten Mann und den weißen Delphinen – ..... den Belugas.

In jedem Jahr erfahre ich neue Weisheiten, neue Erkenntnisse und neue Eindrücke
und jedes Jahr macht mein Leben aufs neuste Lebenswert.

Ich lebe, ich liebe und bin der wohl glücklichste Mensch auf Erde.
Denn ich bin einzigartig und mein Glück ist einzigartig.
So wie jedes jener anderen Menschen auf dieser großen, weiten Welt!


Manchmal ist das Glück so nah an einem dran,
dass man es übersieht.
Manchmal ist da die Angst, das vollkommende Glück zu suchen,
aus der Erkenntnis heraus, dass man andere Dinge
loslassen muss.
So ist das mit dem Glück, aber Glück tut nicht weh.
Wer glücklich im Leben ist, hat alles gewonnen!
Lasst los von den alltäglichen Dingen
und geht auf dich suche nach dem eigenen, persönlichen Glück!!
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Liegt die Erkenntnis des Glücklichseins nicht darin,
die Vollkommenheit des eigenen, persönlichen Glücks zu finden.




Was du suchst
ist nicht auf den Gipfeln der Berge,
nicht in den Tiefen der Meere,
nicht in den Strassen der Städte:

Es ist in deinem Herzen.



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